[00:00.000] 作曲 : Richard Wagner[00:00.280]Immer ist Undank Loges Lohn![00:06.460]Für dich nur besorgt, sah ich mich um,[00:12.240]durch stöbert im Sturm alle Winkel der Welt:[00:19.240]Ersatz für Freia zu suchen,[00:25.225]wie er den Riesen wohl recht.[00:32.714]Umsonst sucht' ich, und sehe nun wohl:[00:39.854]in der Welten Ring nichts ist so reich,[00:46.807]als Ersatz zu muthen dem Mann[00:53.528]für Weibes Wonne und Werth![01:23.299]So weit Leben und Weben,[01:28.166]in Wasser, Erd' und Luft,[01:32.207]viel frug' ich, forschte bei allen,[01:36.735]wo Kraft nur sich rührt, und Keime sich regen:[01:41.369]was wohl dem Manne mächt'ger dünk',[01:46.686]als Weibes Wonne und Wert?[01:57.480]Doch so weit Leben und Weben,[02:02.300]verlacht nur ward meine fragende List:[02:06.487]in Wasser, Erd' und Luft,[02:11.924]lassen will nichts von Lieb' und Weib.[02:34.837]Nur einen sah' ich,[02:37.483]der sagte der Liebe ab:[02:41.449]um rothes Gold entrieth er des Weibes Gunst.[02:49.538]Des Rheines klare Kinder[02:53.518]klagten mir ihre Noth:[02:57.407]der Nibelung, Nacht-alberich,[03:00.199]buhlte vergebens um der Badenden Gunst;[03:03.180]das Rheingold da raubte sich rächend der Dieb:[03:08.505]das dünkt ihn nun das theuerste Gut,[03:15.970]hehrer als Weibes Huld.[03:26.279]Um den gleißenden Tand, der Tiefe entwandt,[03:29.949]erklang mir der Töchter Klage:[03:33.721]an dich, Wotan, wenden sie sich,[03:37.512]daß zu Recht du zögest den Räuber,[03:41.402]das Gold dem Wasser wieder gebest,[03:48.001]und ewig es bliebe ihr eigen.[04:09.165]Dir's zu melden gelobt' ich den Mädchen:[04:14.832]nun lös'te Loge sein Wort.[04:22.005]Thörig bist du, wenn nicht gar tückisch![04:25.517]Mich selbst siehst du in Noth:[04:29.507]wie hülf' ich andern zum Heil[04:32.975]Nicht gönn' ich das Gold dem Alben;[04:35.753]viel Noth schon schuf uns der Niblung;[04:40.010]doch schlau entschlüpfte unserm Zwange immer der Zwerg.[04:44.173]Neue Neidthat sinnt uns der Niblung,[04:48.086]gibt das Gold ihm Macht.[04:52.277]Du da, Loge! sag' ohne Lug:[04:55.973]was Großes gilt denn das Gold,[05:00.428]daß dem Niblung es genügt?[05:06.420]Ein Tand ist's in des Wassers Tiefe,[05:10.090]lachenden Kindern zur Lust;[05:15.423]doch ward es zum runden Reife geschmiedet,[05:19.625]hilft es zur höchsten Macht,[05:24.048]gewinnt dem Manne die Welt.[05:30.494]Von des Rheines Gold hört ich raunen:[05:35.973]Beuterunen berge sein rother Glanz;[05:43.222]Macht und Schätze schüf' ohne Maaß ein Reif.