[00:19.46]Die Engel blickten aufgebracht[00:23.77]Gar zornig durch die Wolkenpracht[00:28.09]Sie sahen unser Menschengut[00:32.41]In einem Fluss aus faulem Blut[00:36.72]Wir treiben regungslos im Takt[00:41.04]Der Hass zieht tief, reißt uns ins Tal[00:45.35]Die Leiber mager, splitternackt[00:49.67]Erfreuen sich an fremder Qual[00:54.40]Bevor sie dann am Ende seh'n[00:58.72]Dass alle hier im Moder steh'n[01:03.04]Die Pest macht heut vor niemand halt[01:07.35]Noch ist es warm, bald ist es kalt[01:13.20]Die Engel stürzen durch die Nacht[01:17.52]Sie haben Menschen umgebracht[01:21.84]Sie tragen sie zu einem Fluss[01:26.15]Der ihre Leiber tragen muss[01:30.47]Auf ihrer Reise raus ins Meer[01:35.40]Zieht sie die Heimat nimmer mehr[01:39.72]Kein Stoßgebet erreicht das Tor[01:44.04]Der Himmel verschloss seine Ohr'n[01:48.35]Die Gnade Gottes treibt im Leer'n[01:52.67]Die Engel stürzten ihren Herrn[01:56.99]Die Engel führen heute Krieg[02:01.31]Gegen uns des Herren Kind[02:05.62]Die Schöpfung bricht in deren Sieg[02:09.94]Die Idee Mensch verhallt im Wind[02:14.26]Wir wussten uns'ren freien Willen[02:18.58]Nur mit Hass und Sünd zu stillen[02:22.89]Gott könnte uns niemals hassen[02:27.21]Und dennoch hat er uns verlassen[02:31.53]Sie sind nicht rein, die Hierarchie[02:35.85]Der Engel kennt kein Platz für sie[02:40.16]Der freie Wille knüpft den Strick[02:44.48]Und wirft sie dann ins Meer zurück…