Die Zauberflöte, K.620 / Act 2:"Seid uns zum zweiten Mal willkommen" - Herbert von Karajan/Berliner Philharmoniker.mp3

Die Zauberflöte, K.620 / Act 2:"Seid uns zum zweiten Mal willkommen" - Herbert von Karajan/Berliner Philharmoniker.mp3
Die Zauberflöte, K.620 / Act 2:"Seid uns zum zweiten Mal willkommen"-Herbert von Karajan/Berliner Philharmoniker (无损音质) 专享
[00:00.000] 作曲 : Wolfgang...
[00:00.000] 作曲 : Wolfgang Amadeus Mozart
[00:00.245](Das Theater verwandelt sich in eine Halle. Tamino und Papageno werden ohne Säcke, von den zwey Priestern herein geführt. Ganz vorne sind zwey Rasenbänke.)
[00:01.224]SPRECHER
[00:01.229]Hier seyd ihr euch beyde allein überlassen. - Vergesst das Wort nicht: Schweigen. (ab)
[00:08.996]ZWEYTER PRIESTER
[00:09.096]Leb wohl! (ab)
[00:09.988](Tamino setzt sich auf eine Rasenbank.)
[00:11.736]PAPAGENO (nach einer Pause)
[00:12.765]Tamino!
[00:14.119]TAMINO (verweisend)
[00:14.173]St!
[00:15.926]PAPAGENO
[00:16.178]Das ist ein lustiges Leben! - Wär' ich lieber in meiner Strohhütte, oder im Walde, so hört ich doch manchmahl einen Vogel pfeifen.
[00:22.821]TAMINO (verweisend)
[00:22.900]St!
[00:24.455]PAPAGENO
[00:24.460]Mit mir selbst werd' ich wohl sprechen dürfen; und auch wir zwey können zusammen sprechen, wir sind ja Männer.
[00:31.608]TAMINO (verweisend)
[00:31.730]St!
[00:33.512]PAPAGENO
[00:33.735](singt) La la la - la la la!
[00:37.198]- Nicht einmal einen Tropfen Wasser bekommt man bey diesen Leuten; viel weniger sonst was.
[00:42.858](Ein altes hässliches Weib kommt aus der Versenkung, hält auf einer Tasse einen grossen Becher mit Wasser.)
[00:45.111]PAPAGENO (sieht sie lang an)
[00:45.493]He, wer kommt denn da!
[00:48.590]He, alte! Ist dieser Becher für mich?
[00:52.924]WEIB
[00:53.238]Ja, mein Engel!
[00:55.245]PAPAGENO (sieht sie wieder an, trinkt)
[00:57.069]Wasser!
[00:58.127]WEIB
[00:58.128]Freylich mein Engel!
[01:00.438]PAPAGENO
[01:00.688]So, so! - Geh Alte, setze dich her zu mir, mir ist die Zeit verdammt lange. - Wie alt bist du denn?
[01:09.313]WEIB
[01:09.364]Achtzehn Jahr, und zwei Minuten.
[01:11.624]PAPAGENO
[01:11.874]Achtzig Jahr, und zwei Minuten?
[01:13.412]WEIB
[01:13.447]Achtzehn Jahr, und zwei Minuten.
[01:16.210]PAPAGENO
[01:16.266]Achtzehn Jahr, und zwei Minuten! Ha ha ha! - Ey du junger Engel! Hast du auch einen Geliebten?
[01:22.790]WEIB
[01:22.791]J' freylich!
[01:24.793]PAPAGENO
[01:24.818]Ist er auch so jung wie du?
[01:26.324]WEIB
[01:26.365]Nicht gar, er ist um zehn Jahre älter. -
[01:29.875]PAPAGENO
[01:29.953]Um zehn Jahr ist er älter als du? - Das muss eine Liebe seyn! - Wie nennt sich denn dein Liebhaber?
[01:38.054]WEIB
[01:38.101]Papageno!
[01:39.674]PAPAGENO (erschrickt, Pause)
[01:40.680]Papageno? - Wo ist er denn dieser Papageno?
[01:47.062]WEIB
[01:47.212]Da sitzt er mein Engel!
[01:49.972]PAPAGENO
[01:49.994]Ich wär dein Geliebter?
[01:53.098]WEIB
[01:53.099]Ja mein Engel!
[01:54.602]PAPAGENO (nimmt schnell das Wasser, und spritzt sie ins Gesicht)
[01:54.854]Sag du mir, wie heisst du denn?
[01:56.607]WEIB
[01:56.672]Ich heisse -
[01:57.675](starker Donner, die Alte hinkt schnell ab)
[02:00.554]PAPAGENO
[02:00.648]Weg ist sie!
[02:01.508]TAMINO (steht auf, droht ihm mit dem Finger.)
[02:01.659]St!
[02:02.940]PAPAGENO
[02:03.154]Nun sprech ich kein Wort mehr!
[02:08.548](Die drey Knaben kommen in einem mit Rosen bedeckten Flugwerk. In der Mitte steht ein schöner gedeckter Tisch. Der eine hat die Flöte, der andere das Kästchen mit Glöckchen.)
[02:19.706]DIE DREY KNABEN
[02:19.775]Seyd uns zum zweytenmal willkommen
[02:26.072]Ihr Männer in Sarastros Reich!
[02:32.694]Er schickt, was man euch abgenommen,
[02:39.187]Die Flöte und die Glöckchen euch.
[02:45.961]Wollt ihr die Speisen nicht verschmähen,
[02:52.231]So esset, trinket froh davon!
[02:58.501]Wenn wir zum drittenmal uns sehen,
[03:05.032]Ist Freude eures Muthes Lohn!
[03:15.000]Tamino Muth! Nah ist das Ziel,
[03:27.613]Du Papageno, schweige still.
[03:49.288](Sie stellen den Tisch auf und fliegen auf.)
[04:01.580]PAPAGENO
[04:01.835]Tamino, wollen wir nicht speisen? - -
[04:04.164](Tamino bläst auf seiner Flöte.)
[04:05.299]Blase du nur fort auf deiner Flöte. - Herr Sarastro führt eine gute Küche. - Will ich schon schweigen, wenn ich immer solche gute Bissen bekomme.
[04:18.199]Ob auch der Keller so gut bestellt ist.(er trinkt) - Ha! - Das ist Götterwein! -
[04:27.575](die Flöte schweigt)
[04:28.578]PAMINA
[04:28.580](freudig) Taminio? Du hier? - Ich hörte deine Flöte - und lief ich dem Tone nach.
[04:36.200]- Aber du bist traurig? - Sprichst nicht eine Silbe mit deiner Pamina?
[04:43.547](Tamino winkt ihr fortzugehen.)
[04:45.342]Wie? ich soll dich meiden? liebst du mich nicht mehr?
[04:52.975]Papageno, sage du mir, was ist meinem Freund?
[04:56.558](Papageno hat einen Brocken in dem Mund, hält mit beyden Händen die Speisen zu, winkt fortzugehen.)
[04:58.060](Tamino seufzt, winkt wieder fort)
[04:59.568]PAMINA
[04:59.819]Liebster, einziger Tamino! - O das ist mehr als Tod!
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