[00:05.15]Am Waldrand steht ein altes Haus,[00:11.75]viele gehn rein doch niemand kommt raus.[00:17.39]nah der Stadt, gesäumt von Eichen,[00:23.27]sucht niemand darin nach Kinderleichen.[00:28.91]Dort im Haus wohnt eine Dame,[00:32.41]die meidet Menschen in der Stadt.[00:35.85]Sie kocht ganz gern ihr eig'nes Süppchen,[00:39.53]das ganz besond're Würze hat.[00:43.19]Sie mag Kinder, hat selbst keine,[00:46.85]am liebsten an der kurzen Leine.[00:50.31]Und wenn dann bald die Nacht beginnt,[00:54.01]falsch' Mutter leis ihr Schlachtlied singt[00:58.29]Frau Rabenstein ein Mahl bereitet,[01:01.81]das süßlichen Gestank verbreitet[01:05.47]irgendwas läuft ganz verquer,[01:09.11]beim Rezept für den Nachtverzehr.[01:12.79]Die Zutaten im Keller angekettet,[01:16.45]auf hartem Lehm zur Ruh gebettet.[01:20.09]Ihren Geschmack stört das nicht sehr,[01:23.77]zartes Fleisch zum Nachtverzehr.[01:27.53]Morgens säubert sie die Messer,[01:31.05]die des Nachts im Blute schwammen.[01:34.69]Blitzeblank schneiden sie besser,[01:38.29]liegen nun alle schön beisammen.[01:41.97]Aufgebahrt neben dem Hackklotz,[01:45.71]dort wo auch die Axt still ruht,[01:49.27]sie dient der Zerteilung großer Stücke,[01:53.03]ein Handwerk, das sie gerne tut.[01:56.63]Doch heut' ist ein besond'rer Tag,[02:00.35]die Mutter ist ganz aufgeregt.[02:03.95]Hör nur wie die Kinder schreien,[02:07.71]denn heute kehrt der Vater heim.[02:11.39]Hör nur wie die Kinder schreien,[02:15.03]denn heute kehrt der Vater heim.[02:18.79]Frau Rabenstein ein Mahl bereitet,[02:22.45]auf dass es ihrem Gatten munde,[02:26.07]arbeitet hart den ganzen Tag,[02:29.83]auf dass er gern ihr Nachtmahl mag.[02:33.45]Die Zutaten verbluten qualvoll,[02:37.07]der Angstschweiß strömend von der Leiche.[02:40.73]und dann beim nächtlichen Verzehr,[02:44.29]sagt ihr Mann: es schmeckt nach mehr.[02:48.09]Frau Rabenstein mag Kinder sehr.[02:51.65]Herr Rabenstein mag Kinder noch viel mehr.