Siegfried WWV 86C / Erster Aufzug:"Es sangen die V?glein so selig im Lenz" - Berliner Philharmoniker/Jess Thomas.lrc

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[00:00.000] 作曲 : Richard Wagner
[00:04.542]Es sangen die Vöglein
[00:06.240]so selig im Lenz,
[00:07.881]das eine lockte das and’re:
[00:12.045]du sagtest selbst –
[00:13.604]da ich’s wissen wollt’–
[00:15.693]das wären Männchen und Weibchen.
[00:24.462]Sie kosten so lieblich,
[00:27.863]und ließen sich nicht;
[00:30.624]sie bauten ein Nest
[00:32.474]und brüteten drin:
[00:35.212]da flatterte junges
[00:36.939]Geflügel auf,
[00:38.778]und beide pflegten der Brut. –
[00:47.845]So ruhten im Busch
[00:49.691]auch Rehe gepaart,
[00:51.235]selbst wilde Füchse und Wölfe:
[00:55.152]Nahrung brachte
[00:56.610]zum Neste das Männchen,
[01:00.171]das Weibchen säugte die Welpen.
[01:08.251]Da lernt’ ich wohl,
[01:10.708]was Liebe sei:
[01:14.710]der Mutter entwandt’ ich
[01:19.571]die Welpen nie. –
[01:29.981]Wo hast du nun,Mime,
[01:32.330]dein minniges Weibchen,
[01:36.479]daß ich es Mutter nenne?
[01:40.105]Was ist dir,Tor?
[01:41.509]Ach, bist du dumm!
[01:43.472]Bist doch weder Vogel noch Fuchs?
[01:46.959]Das zullende Kind
[01:48.743]zogest du auf,
[01:50.318]wärmtest mit Kleiden
[01:51.742]den kleinenWurm: –
[01:53.909]wie kam dir aber
[01:55.887]der kindischeWurm?
[01:58.514]Du machtest wohl gar
[01:59.718]ohne Mutter mich?
[02:02.153]Glauben sollst du,
[02:03.050]was ich dir sage:
[02:04.601]ich bin dir Vater
[02:06.216]und Mutter zugleich.
[02:08.333]Das lügst du, garstiger Gauch!
[02:11.858]Wie die Jungen den Alten gleichen,
[02:14.459]das hab’ ich mir glücklich ersehn.
[02:18.193]Nun kam ich zum klaren Bach:
[02:23.224]da erspäht’ ich die Bäum’
[02:26.273]und Tier’ im Spiegel;
[02:29.520]Sonn’ und Wolken,
[02:32.519]wie sie nur sind,
[02:35.182]im Glitzer erschienen sie gleich.
[02:44.434]Da sah ich denn auch
[02:47.395]mein eigen Bild;
[02:53.313]ganz anders als du
[02:54.977]dünkt’ ich mir da:
[02:56.274]so glich wohl der Kröte
[02:57.567]ein glänzender Fisch;
[02:59.814]doch kroch nie ein Fisch aus der Kröte!
[03:04.336]Gräulichen Unsinn
[03:05.496]kramst du da aus!
[03:07.422]Siehst du, nun fällt
[03:09.787]auch selbst mir ein,
[03:11.348]was zuvor umsonst ich besann:
[03:15.538]wenn zumWald ich laufe,
[03:17.175]dich zu verlassen,
[03:19.471]wie das kommt, kehr’ ich doch heim?
[03:22.331]Von dir erst muß ich erfahren,
[03:25.067]wer Vater und Mutter mir sei!
[03:28.920]Was Vater!Was Mutter!
[03:30.531]Müßige Frage!
[03:33.912]So muß ich dich fassen,
[03:36.081]um was zu wissen:
[03:37.243]gutwillig
[03:38.681]erfahr’ ich doch nichts!
[03:40.023]So mußt’ ich alles
[03:41.744]ab dir trotzen:
[03:43.108]kaum das Reden
[03:44.390]hätt’ ich erraten,
[03:45.748]entwandt ich’s
[03:46.348]mit Gewalt nicht dem Schuft!
[03:47.958]Heraus damit,
[03:49.142]räudiger Kerl!
[03:51.302]Wer ist mir Vater und Mutter?
[03:53.615]Ans Leben gehst du mir schier! –
[03:56.127]Nun laß!Was zu wissen dich geizt,
[03:58.510]erfahr’ es, ganz wie ich’s weiß. –
[04:02.632]O undankbares,
[04:05.728]arges Kind!
[04:08.039]Jetzt hör’, wofür du mich hassest!
[04:11.092]Nicht bin ich Vater
[04:13.940]noch Vetter dir, –
[04:16.490]und dennoch verdankst du mir dich!
[04:18.863]Ganz fremd bist du mir,
[04:20.221]dem einzigen Freund;
[04:21.897]aus Erbarmen allein
[04:23.450]barg ich dich hier
[04:24.768]nun hab’ ich lieblichen Lohn!
[04:27.846]Was verhofft’ ich Tor mir auch Dank? –
文本歌词
作曲 : Richard Wagner
Es sangen die Vöglein
so selig im Lenz,
das eine lockte das and’re:
du sagtest selbst –
da ich’s wissen wollt’–
das wären Männchen und Weibchen.
Sie kosten so lieblich,
und ließen sich nicht;
sie bauten ein Nest
und brüteten drin:
da flatterte junges
Geflügel auf,
und beide pflegten der Brut. –
So ruhten im Busch
auch Rehe gepaart,
selbst wilde Füchse und Wölfe:
Nahrung brachte
zum Neste das Männchen,
das Weibchen säugte die Welpen.
Da lernt’ ich wohl,
was Liebe sei:
der Mutter entwandt’ ich
die Welpen nie. –
Wo hast du nun,Mime,
dein minniges Weibchen,
daß ich es Mutter nenne?
Was ist dir,Tor?
Ach, bist du dumm!
Bist doch weder Vogel noch Fuchs?
Das zullende Kind
zogest du auf,
wärmtest mit Kleiden
den kleinenWurm: –
wie kam dir aber
der kindischeWurm?
Du machtest wohl gar
ohne Mutter mich?
Glauben sollst du,
was ich dir sage:
ich bin dir Vater
und Mutter zugleich.
Das lügst du, garstiger Gauch!
Wie die Jungen den Alten gleichen,
das hab’ ich mir glücklich ersehn.
Nun kam ich zum klaren Bach:
da erspäht’ ich die Bäum’
und Tier’ im Spiegel;
Sonn’ und Wolken,
wie sie nur sind,
im Glitzer erschienen sie gleich.
Da sah ich denn auch
mein eigen Bild;
ganz anders als du
dünkt’ ich mir da:
so glich wohl der Kröte
ein glänzender Fisch;
doch kroch nie ein Fisch aus der Kröte!
Gräulichen Unsinn
kramst du da aus!
Siehst du, nun fällt
auch selbst mir ein,
was zuvor umsonst ich besann:
wenn zumWald ich laufe,
dich zu verlassen,
wie das kommt, kehr’ ich doch heim?
Von dir erst muß ich erfahren,
wer Vater und Mutter mir sei!
Was Vater!Was Mutter!
Müßige Frage!
So muß ich dich fassen,
um was zu wissen:
gutwillig
erfahr’ ich doch nichts!
So mußt’ ich alles
ab dir trotzen:
kaum das Reden
hätt’ ich erraten,
entwandt ich’s
mit Gewalt nicht dem Schuft!
Heraus damit,
räudiger Kerl!
Wer ist mir Vater und Mutter?
Ans Leben gehst du mir schier! –
Nun laß!Was zu wissen dich geizt,
erfahr’ es, ganz wie ich’s weiß. –
O undankbares,
arges Kind!
Jetzt hör’, wofür du mich hassest!
Nicht bin ich Vater
noch Vetter dir, –
und dennoch verdankst du mir dich!
Ganz fremd bist du mir,
dem einzigen Freund;
aus Erbarmen allein
barg ich dich hier
nun hab’ ich lieblichen Lohn!
Was verhofft’ ich Tor mir auch Dank? –